„Ich hab einen superleckeren Schokokuchen zu Hause!“

Wie zaubert man seinen Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht?

Mein Geheimtipp: Schenkt der Person mit eventuellem Serotonin- und Dopaminmangel Eintrittskarten für die Vorstellung des neuen Sauriersaals im Naturhistorischen Museum Wien! Zitat: „Modernste Videoanimationen und interaktive Stationen vermitteln das Leben vor mehr als 65 Millionen Jahren so eindrucksvoll wie noch nie. Neben riesigen Skeletten von Diplodocus, Allosaurus und Iguanodon, wird auch jener Asteroideneinschlag visualisiert, der letztlich zum abrupten Ende der Dinosaurier führte.“

Genial, oder?

Ne.

Bevor ich jemandem eine Museumseintrittskarte schenke, backe ich ihm (oder ihr) lieber einen Schokokuchen. Der hat schon viele Leute glücklich gemacht und wer freut sich denn nicht über Schokolade? 🙂

Das Rezept für den Kuchen habe ich vor langer Zeit bei Youtube unter dem Titel Flourless Chocolate Cake gefunden. Auch ein super YouTube Channel mit vielen informativen Videos – unbedingt abchecken.

Es ist mein Lieblingsrezept, da es einfach ist und das Ergebnis super schmeckt! Ebenso braucht man keinen zusätzlichen raffinierten Zucker, kein Weizenmehl oder Pflanzenöle!

Im Ofen für mind. 6 Portionen

Zutaten (Glasur ist optional)
400g Kochschokolade (250g davon für den Kuchenteig, 150g für die Glasur)
250g Butter
5 Eier Größe L
100g Kokosfett oder 100ml Schlagobers/Sahne (für die Glasur)

Vorbereitung
Die 5 Eier sollten Zimmertemperatur haben.

Zubereitung
1. Gebt 250g Kochschokolade und 250g Butter in eine Schüssel und erhitzt diese im Wasserbad, rührt gut um.
2. Gebt nacheinander die Eier dazu und verrührt diese gut.
3. Gießt die Masse in eine Backform. Im vorgeheizten Ofen bei 160°C für 40-60 Minuten backen.
4. 5 Minuten, bevor euer Kuchen fertig ist, erhitzt das Kokosfett bzw. den Schlagobers mit der restlichen Kochschokolade in einem Topf oder im Wasserbad und rührt gut um. Gießt die Masse dann über den Kuchen. Fertig!

Anmerkungen zum Schmelzen im Wasserbad: Brecht die Kochschokolade in kleine Stücke und schneidet die Butter in Würfel, dann schmilzt alles schneller. Wenn die Schoko-Butter Masse zu heiß ist, dann stockt das Ei – was es bei ca 60-70°C macht. Das heißt, es wird fest und im fertigen Kuchen habt ihr dann Stücke, die nach Ei schmecken. Nicht lecker! Butter und Schokolade schmelzen schon bei 20-30°C. Also nehmt die Schüssel vom Wasserbad, bevor alles geschmolzen ist, und rührt weiter. Ihr spart ihr euch somit auch die Wartezeit bis die Masse abkühlt!

Anmerkungen zum Backen: Ich nehme immer eine Springform mit 28 cm Durchmesser und backe 40 Minuten. In meinem Ofen wird der Kuchen bei 40 Minuten saftig, bei 60 Minuten schon ziemlich trocken. Probiert beides mal aus und dann seht ihr, ob der Schokokuchen euch saftiger oder trockener besser schmeckt. Ihr könnt natürlich auch quadratische Backformen nehmen, Pfannen oder Töpfe notfalls auch!

Anmerkungen zum fertigen Kuchen: Lasst den Kuchen mit der Glasur bei Raumtemperatur langsam abkühlen. Wenn die Glasur im Kühlschrank zu schnell abkühlt, bildet sich auf der Oberfläche ein Fettreif. Dieser verschmiert euch die Finger, falls ihr Paleo-Style ohne Besteck esst.

Die Glasur könnt ihr auch mit Dunkler Schokolade, anstatt Kochschokolade machen. Optional kann man ein wenig Kaffee, Wasser oder auch eine Prise Salz in die Masse geben. Mit weißer Schokolade funktioniert der Kuchen mit der gleichen Menge an Zutaten leider nicht! Weiße Schokolade hat zu viel Fett und zu wenig Eigengeschmack, der von den Eiern übertönt wird und die Konsistenz ist auch viel zu flüssig.

In der Mikrowelle 1 Portion
oder der „Wääh-schaut-der-aus…der-ist-aber-lecker-Kuchen“

Zutaten
50 g Kochschokolade
50 g Butter
1 Ei Größe L

Vorbereitung
Ei auf Zimmertemperatur bringen.

Zubereitung
1. Zerbrecht die Kochschokolade in kleine Stücke und gebt diese in ein Trinkglas (350ml). Lasst die nun vorsichtig in der Mikrowelle bei mittlerer Stufe schmelzen.
2. Wenn die Schokolade halb geschmolzen ist, gebt die Butter dazu, rührt kurz um und erhitzt das Glas wieder in die Mikrowelle bei mittlerer Stufe.
3. Nehmt das Gefäß wieder raus und rührt das Ei gut ein. Dann gebt ihr das Gefäß bei maximaler Stärke (700 Watt bei meiner) für 1:30-2:00 Minuten in die Mikrowelle. Kurz abkühlen lassen und serviert den Schokokuchen auf einem Teller – ein Augenschmaus – oder esst ihn direkt aus dem Glas.

Anmerkungen zum Erhitzen in der Mikrowelle: Ich benutzte immer diese Ikea Gläser. Behaltet das Glas im Auge, währed es in der Mikrowelle erhitzt wird. Wenn die Schokolade anbrennt, habt ihr ein Problem. Auch die Schoko-Butter Masse darf nicht dampfen oder kochen.
Wie auch bei der Ofenversion, soll die Masse nicht so warm sein, dass das Ei stockt. Und das Ei soll wiederum nicht so kalt sein, dass die Schoko oder die Butter wieder fest werden.

Das sind meine 2 Methoden und der Kuchen gelingt mir zu Hause jedes mal. Wenn ihr den öfter macht (werdet ihr sicher!!!), schreibt euch die Wattzahl und die Zeit auf, die der Kuchen in der Mikrowelle braucht. Oder wie viele Minuten der im Ofen braucht, damit eure gewünschte Konsistenz erreicht wurde.

Bei 2 oder mehr Gläsern in der Mikrowelle braucht sie auch länger zum erhitzen, da nun die doppelte Masse drinnen ist, aber nur gleich viele Strahlen abgegeben werden. Ich empfehle, den Kuchen Glas für Glas zu machen.

Wer meint, Mikrowellen sind so gefährlich und ungesund, dem lege ich diesen Artikel ans Herz: Sind Mikrowellen sicher?

Und Merke: Wenn die Rohzutaten qualitativ gut sind, dann wird auch das Endprodukt besser! Bei der Butter greife ich zur Kerrygold oder einer anderen Alm- oder Weidebutter. Auf keinen Fall Margarine nehmen! Die Eier stammen meist aus Freilandhaltung oder sind Bio-Freilandeier. Die schmecken einfach merklich besser als billige aus Bodenhaltung. Die Sweet Gold Kochschokolade aus dem Penny Markt benutze ich meistens, ist günstig und schmeckt besser als teuren und enthält auch kein Pflanzenfett.

Ist dieser Schokokuchen gesund? Ich sag mal Ansichtssache. Er ist auf jeden Fall gesünder/weniger ungesund als ein Fertigkuchen aus dem Supermarkt oder ein selbstgemachter voll mit Weizenmehl und zusätzlich noch raffiniertem Zucker.

Macht mich dieser Kuchen fett? Der Kuchen hat einige Kalorien. Den isst man aber auch nicht täglich und das Fett fett macht und ein zu viel an Kalorien auch, stimmt so nicht ganz. Gary Taubes hat dazu einige Artikel und ein Buch darüber geschrieben. Unbedingt lesen!

Aber der ist doch gar nicht fluffig … Ja da ist auch kein Weizenmehl, somit auch kein Gluten, oder ein anderes Mehl drinnen. Und auch das Eiklar wird nicht steif geschlagen. Durch die festere Konsistenz könnte man eher von einem Brownie reden, aber Schokokuchen hört sich einfach besser an! 🙂

FYI, ich arbeite derzeit mit meinem Team aus Schokoladenexperten und Zuckerverweigerern an einer Variante ohne Kochschokolade, somit auch ohne Zucker. Unser Ziel ist ein funktionierendes Rezept mit Kakaopulver und Honig, Sukrin oder Stevia etc … Sobald ich Forschungsergebnisse habe, gibt es einen neuen Artikel dazu!

Hier habt ihr meinen letzten Kuchen, den ich im Ofen gemacht habe inkl. Kokosfett-Kochschokoladen Glasur und in mundgerechte Stücke geschnitten.

Schokokuchen

Danke an Stefan Ludwig (sein Blog) für das Foto.

Bis dahin, lasst es euch schmecken und versüßt wem anders den Tag mit so einem einfachen und schnell gemachten Schokokuchen!

Adnan

UPDATE 23.8.2013
Heute gab es den Schokokuchen ohne Kochschokolade und ohne Butter. Stattdessen kamen Kakaopulver, Honig und Ghee rein. Somit ist der Kuchen frei von Laktose und raffiniertem Zucker. Die Konsistenz ähnelt einem Kuchen mit Mehl, der normale Mikrowellenkuchen ähnelt eher einem Brownie. Ohne Kochschokolade schmeckt der Kuchen aber etwas milder, dennoch sehr gut.

Zutaten
30 g Ghee
30 g Honig
20 g Kakaopulver
1 Ei Größe M oder L

Kurzfassung
Ghee und Honig in ein Glas geben, in der Mikrowelle vorsichtig erhitzen und schmelzen lassen. Mit Kakaopulver und Ei vermengen. Gute umrühren und bei 700 Watt 1:50 min erhitzen.

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4 Gedanken zu “„Ich hab einen superleckeren Schokokuchen zu Hause!“

  1. Pingback: Was ist ein „Streukuchen“? Brownie-Rezept mit … | Adam Anton Adrian

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