Ein Wow-To zu Fermentation – Oder wie cool Blubberblasen doch sein können!

Wie eröffnet man am besten seinen ersten Blogpost? Mit seiner Lebensgeschichte, Erzählungen über seine Ängste oder einem Seelenstriptease?

Ne, eher nicht so. Ich entschied mich ganz einfach für wenig Worte, direkt ein schönes Video und ganz viele bunte Fotos!

Hier mein Video mit dem Titel „Wild Fermentation & Bubbles“:

Falls ihr euch fragt, was es mit diesem blubbernden Gemüse auf sich hat, hier die Antwort:

Das Gemüse „fermentierte“ eine Zeit lang vor sich hin und wurde quasi zu Superfood! Denn in diesem Fermentationsprozess entstanden immer mehr Bakterien – gute Bakterien, keine Krankheitserreger – und noch ein paar andere Vorgänge liefen ab. Wenn man das fertig fermentierte Gemüse nun isst, hat das superpositive Effekte auf die Gesundheit. Die Verdauung wird gefördert, die Darmflora wird gestärkt und infolgedessen auch das Immunsystem. Denn 80% des Immunsystems sitzt im Darm. Somit mildern sich Allergien, man ist seltener krank und was ein gutes Immunsystem noch mit sich bringt.

Darüber hinaus verändert sich der Geschmack des Gemüses zum Positiven oder selten auch zum Negativen, je nachdem wie man Gewürze und Kräuter anwendet und wie geeignet das Gemüse zum Fermentieren ist. Ebenso sehen die bunt gefüllten Gläser im Kühlschrank super aus!

Alle Gläser habe ich nach den Anleitungen auf „Isas Wilde Fermente“ – siehe Links weiter unten – gemacht. Hier noch ein paar zusätzliche Fotos:

Die genaue Auflistung, was ich in die Gläser getan habe:

Paprika
1 Knoblauchzehe
15 Pfefferkörner
1 daumengroßes Ingwerstück

Radieschen
2 Knoblauchzehen
1 Jungzwiebel
7 Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt

Karotten
3 Knoblauchzehen
1 große Zwiebel
1 daumengroßes Ingwerstück

Jungzwiebeln
3 Knoblauchzehen
10 Pfefferkörner
1 TL Thymian
1 Lorbeerblatt

Knoblauch
1 Weiße Zwiebel
10 Pfefferkörner
Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin
1 Wacholderbeere

Zubereitung

Die 5 Gläser habe ich nach dieser Anleitung gemacht.

In Kurzform noch einmal:
1. Die Gläser gut reinigen und die Gewürze reinlegen
3. Das Gemüse säubern, gegebenenfalls schälen, zurechtschneiden und in die Gläser geben
4. Mit einer Salzlake in einer bestimmten Konzentration auffüllen
5. Bei Raumtemperatur dunkel stellen und abwarten

Mein Fazit

Die gefüllten Gläser habe ich ca. eine Woche lang dunkel gestellt. Ich habe sie mit einem Hangerl (Geschirrtuch) und einem dicken, dunklen Pullover zugedeckt. Im Nachhinein kam ich dann drauf, dass ich bei der Konzentration der Salzlake einen Fehler gemacht habe. Die hatte bei mir nur 0,2% bis 0,5%. Es hätten aber mind. 2% sein sollen! Und weil meine Salzlake jetzt nicht optimal war, kann ich nicht genau sagen, ob meine Rezepturen so passen.
Was ich aber schon sagen kann, ist das die Karottensticks geschmacklich die Besten sind. Der Knoblauch hat nun einen „umfassenderen“ Geschmack durch die Kräuter und Gewürze bekommen. Für mich erstaunlich, wie der nun anders schmeckt!

Je nach Gemüseart kann oder sollte man noch länger als eine Woche warten, bevor man die Gläser zum ersten mal aufmacht. Aber ich war zu ungeduldig, habe alle 5 Gläser hintereinander geöffnet und wurde dann mit einer stark riechenden Duftwolke bestraft, die aus der Küche nicht so schnell wieder raus wollte! Immerhin waren die Gläser tagelang bei Raumtemperatur verschlossen und da haben sich anscheinend einige Gase und üble Gerüche entwickelt.

Wer sich näher über „Wild Fermentation“ informieren möchte, Anleitungen und Rezepte sucht oder Fragen dazu hat, dem kann ich diese Seiten empfehlen:

Deutsche Wilde Fermente Facebook Gruppe
Isas Wilde Fermente Facebook Like Page

Hier auch noch englischsprachige Seiten:
Englische Wild Fermentation Facebook Gruppe
DAS Buch zum Thema Wild Fermentation

Ich hoffe, ich habe bei dem ein oder anderen das Interesse an „Wilder Fermentierung“ geweckt. Schmeckt gut und tut der Gesundheit gut!

Wurden nun doch ein paar Worte mehr. 🙂

Adnan


Meine Buchempfehlung von Sandor Katz – Die Kunst des Fermentierens

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